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Acerola

Die rote Vitaminbombe

Sie ist klein, rot und unscheinbar – doch hinter der Acerola verbirgt sich ein Gesundheitsgeheimnis, das die meisten lieber für sich behalten würden. Die exotische Frucht soll das ultimative Mittel gegen Müdigkeit, Hautalterung und schlechte Laune zugleich sein. Ihr Vitamin-C-Gehalt sprengt jeden Rahmen und lässt Ernährungsexperten staunen. Doch was macht die Acerola so besonders?

Was ist Acerola?

Die Acerola, botanisch Malpighia emarginata, ist eine tropische Kirschart, die ursprünglich in warmen Regionen wie Brasilien, Mexiko und der Karibik wächst. Sie ist vor allem für ihren aussergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt. Sie liefert bis zu 40-mal mehr Vitamin C als eine Kiwi und zählt damit zu den stärksten natürlichen Antioxidantien überhaupt.

So stärkt die Acerola wirkungsvoll das Immunsystem und hilft dem Körper, Krankheiten vorzubeugen. Aber nicht nur Vitamin C macht sie so wertvoll, sie enthält auch antioxidative Substanzen wie Flavonoide, Carotinoide und Polyphenole. Diese schützen die Zellen vor oxidativem Stress und tragen zur Zellgesundheit bei. Acerola kann frisch gegessen, als Saft getrunken oder als Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden und bietet somit vielfältige Möglichkeiten, Gesundheit und Wohlbefinden zu unterstützen.

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  • Obwohl man diese Pflanze oft Acerolakirsche nennt, hat sie mit der Kirsche ausser ihrem Aussehen nichts gemeinsam.
  • Die Haut von Acerola ist zu dünn und der Fleisch zu saftig, um transportgeeignet zu sein. Sie verdirbt bereits in drei Tagen nach der Ernte und ist frisch fast nur in ihren Erzeugergebieten erhältlich.
  • Vor kurzem haben die Forscher in der Acerola ein neuartiges Flavonoid gefunden, das bisher in anderen Früchten noch nicht entdeckt wurde.

Welche Inhaltsstoffe sind in Acerola-Extrakt enthalten?

Acerola-Extrakt enthält eine beeindruckende Vielfalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. An erster Stelle steht Vitamin C (Ascorbinsäure), von dem die Acerola eine der stärksten natürlichen Quellen ist. Tatsächlich enthält die Acerola mit etwa 1'000 bis 1'700 mg pro 100 g deutlich mehr Vitamin C als bekannte Vitamin-C-Lieferanten wie Orangen oder Zitronen, die es nur auf 50 bis 100 mg bringen. Nur Camu-Camu und die australische Buschpflaume übertreffen diesen Spitzenwert.

Neben der Ascorbinsäure ist die Acerola reich an weiteren wertvollen Inhaltsstoffen. Dazu gehören Vitamine B1, B2 und B6, die für das Nervensystem und den Stoffwechsel wichtig sind, sowie Vitamin E, ein starkes Antioxidans. Diese Vitamine unterstützen die normale Funktion des Nervensystems. Hinzu kommen verschiedene Mineralstoffe und ein beachtlicher Ballaststoffgehalt von ca. 1.1 g pro 100 g Frucht, der sich positiv auf die Verdauung auswirkt.

Wie oft konsumieren Sie Lebensmittel mit besonders hohem Vitamin-C-Gehalt?

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monatlich
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Welche gesundheitlichen Vorteile hat Acerola?

Acerola bietet viele Vorteile für die Gesundheit. Durch die hohe Konzentration an Vitamin C stärkt die Acerola das Immunsystem deutlich, da dieses Vitamin die körpereigenen Abwehrkräfte verbessert und hilft, Krankheitserreger effektiv abzuwehren.

Ausserdem besitzt die Acerolakirsche starke antioxidative Eigenschaften. Neben Vitamin C enthält Acerolafrucht weitere Antioxidantien wie Carotinoide und Flavonoide, die helfen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren. Dadurch kann Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Alzheimer vorgebeugt werden.

Ein weiterer positiver Effekt ist die entzündungshemmende Wirkung. Studien zeigen, dass die Inhaltsstoffe der Acerola Entzündungen reduzieren können, die häufig an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt sind.

Auch die Haut profitiert von der Acerola. Nährstoffe wie Vitamin C und Kupfer fördern die Kollagenbildung und verbessern die Elastizität der Haut, wodurch sie straffer, frischer und jünger aussieht. Zudem unterstützen die enthaltenen Carotinoide die Augengesundheit, indem sie das Risiko von Erkrankungen wie Grauem Star oder altersbedingter Makuladegeneration senken können. Nicht zuletzt weisen einige Studien darauf hin, dass Acerola auch eine blutdrucksenkende Wirkung hat und somit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann.

Auf welche Arten kann Acerola eingenommen werden?

Die Acerola kann vielseitig in die tägliche Ernährung integriert werden. Aufgrund ihrer kurzen Haltbarkeit (frische Früchte verderben bereits nach wenigen Tagen) ist die Acerola kaum frisch erhältlich. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wertvollen Inhaltsstoffe der Frucht das ganze Jahr über zu nutzen.

Besonders beliebt ist Acerolapulver, das entweder aus getrocknetem Fruchtfleisch oder aus Fruchtsaftkonzentrat gewonnen wird. Das Pulver aus dem Fruchtfleisch enthält mehr Ballaststoffe und hat eine gröbere Struktur, während das Fruchtsaftpulver feiner ist und keine Ballaststoffe enthält. Das Pulver wird besonders schonend durch Gefriertrocknung hergestellt, wodurch hitzeempfindliche Nährstoffe wie Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe optimal erhalten bleiben. Acerolapulver eignet sich hervorragend für Smoothies, Müslis oder Shakes – ein Löffel täglich stärkt das Immunsystem gerade in der Erkältungszeit.

Durch Gefriertrocknung oder Schockfrosten werden die frischen Acerolakirschen direkt nach der Ernte haltbar gemacht. Dabei bleibt ein Grossteil der wertvollen Nährstoffe erhalten, die Konzentration an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen steigt durch den Wasserentzug sogar an. Acerola-Trockenfrüchte sind daher besonders nährstoffreich und praktisch für unterwegs.

Als Saft wird Acerola oft mit süsseren Fruchtsäften wie Mango, Apfel oder Traube kombiniert, um den intensiven, leicht säuerlichen Geschmack abzurunden. Auch herzhaften Gerichten wie Currys oder Gemüseeintöpfen verleiht Acerolasaft eine exotische Note. Entscheidend für die Qualität des Saftes ist, dass die Früchte direkt nach der Ernte gepresst und verarbeitet werden.

Wer es noch einfacher mag, nimmt Acerola als Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Tabletten enthalten neben dem Pulver meist noch zusätzliche Bindemittel, während Acerolakapseln das reine Pulver in einer Hülle aus Zellulose oder Gelatine enthalten. Der Vorteil dieser Kapseln ist, dass sie sich erst im Magen auflösen und die Inhaltsstoffe vom Körper auf diese Weise optimal aufgenommen werden können.

Wie sollte Acerola-Pulver eingenommen werden?

Acerolapulver lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Die empfohlene Tagesmenge beträgt etwa 1 Gramm Pulver, das entspricht etwa einem halben Teelöffel. Es kann ganz einfach in Getränke wie Wasser, Saft oder Tee eingerührt werden. Besonders lecker schmeckt Acerola-Pulver in Smoothies, Joghurt oder Müsli - so bekommt Ihr Frühstück nicht nur eine Extraportion Vitamin C, sondern auch eine angenehm fruchtig-frische Note.

Kann Acerola auch während der Schwangerschaft eingenommen werden?

Die Acerolakirsche liefert viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere das wichtige Vitamin C, das während der Schwangerschaft sowohl das Immunsystem der werdenden Mutter als auch die gesunde Entwicklung des Babys unterstützt. Grundsätzlich spricht also nichts gegen den Verzehr von Acerola während der Schwangerschaft.

Vor einer regelmässigen Einnahme – insbesondere bei der Verwendung von Acerola als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver, Kapseln oder Tabletten – empfiehlt es sich jedoch unbedingt, einen Arzt zu konsultieren. So kann sichergestellt werden, dass keine unerwünschten Wechselwirkungen mit Medikamenten oder anderen Präparaten auftreten und die Dosierung optimal auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Wie hoch ist die empfohlene Tagesdosis von Acerola?

Die empfohlene Tagesdosis von Acerola hängt stark von individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht, allgemeinem Gesundheitszustand und Art der Einnahme ab. Grundsätzlich dient Vitamin C – der wichtigste Inhaltsstoff der Acerola – der Vorbeugung eines Mangels, der sonst zu Beschwerden wie Skorbut führen kann. Nach offiziellen Empfehlungen benötigen erwachsene Männer etwa 90 mg Vitamin C pro Tag, Frauen etwa 75 mg.

Viele Ernährungsexperten betrachten diese Werte jedoch als absolute Mindestmengen. Um die immunstärkende und antioxidative Wirkung von Vitamin C optimal zu nutzen, empfehlen sie oft eine höhere tägliche Zufuhr. Acerola-Präparate enthalten unterschiedliche Konzentrationen, so dass die genaue empfohlene Dosis variieren kann.

Wenn man Acerola in Form von Nahrungsergänzungsmitteln (Pulver, Kapseln oder Tabletten) zu sich nehmen möchte, sollte man daher unbedingt die Dosierungshinweise auf der jeweiligen Packung beachten. In der Praxis entspricht eine typische Tagesdosis beispielsweise etwa einem halben Teelöffel Acerolapulver (ca. 1 Gramm), womit der Tagesbedarf an Vitamin C in der Regel problemlos gedeckt werden kann.

Hat Acerola Nebenwirkungen und gibt es eine Überdosierung?

Generell gilt Acerola als gesund und sicher, doch wie bei vielen nährstoffreichen Lebensmitteln ist ein bewusster Umgang wichtig.

Acerola enthält eine extrem hohe Konzentration an Vitamin C. Obwohl das Vitamin das Immunsystem stärkt, kann eine dauerhaft zu hohe Zufuhr – vor allem durch Nahrungsergänzungsmittel – Nebenwirkungen haben. Dazu gehören Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit, Blähungen und Durchfall. Es ist daher wichtig, die Gesamtzufuhr von Vitamin C im Auge zu behalten, insbesondere wenn zusätzlich Multivitaminpräparate eingenommen werden.

Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten geboten, insbesondere von Blutgerinnungshemmern oder Medikamenten gegen Nierenerkrankungen. Hohe Dosen von Vitamin C aus Acerola können die Wirksamkeit dieser Medikamente verändern oder unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. In solchen Fällen sollte die Einnahme unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden.

Obwohl allergische Reaktionen auf Acerola sehr selten sind, sollten Personen mit einer bekannten Allergie gegen Kirschen oder verwandte Früchte vorsichtig sein. Symptome einer allergischen Reaktion können Hautausschlag, Juckreiz oder Atembeschwerden sein. In solchen Fällen sollte mit kleinen Mengen begonnen werden, um mögliche Unverträglichkeiten frühzeitig zu erkennen.

Acerola enthält Oxalate, natürliche Pflanzenstoffe, die bei empfindlichen Personen zur Bildung von Nierensteinen beitragen können. Personen mit Nierenproblemen oder Nierensteinen in der Anamnese sollten den Verzehr von Acerola vorsichtshalber einschränken und ärztlichen Rat einholen.

Acerola richtig anwenden: so holen Sie das Beste aus der Superfrucht heraus

  • Sie können getrocknete Acerolakirschen kaufen. Sie weisen eine deutlich höhere Nährstoffdichte auf als frische Acerolakirschen, nämlich 5 g pro 100 g der Trockenfrüchte. Getrocknete Acerolakirschen schmecken gut in Müsli und Fruchtschnitten.
  • Acerola gibt es als Pulver aus dem frischen Fruchtfleisch oder aus dem Acerolasaft. Die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben enthalten. Durch seinen einzigartigen säuerlichen Geschmack eignet sich das Pulver, um Müsli, Obstsalat, Shakes und leckere Smoothies aufzuwerten.
  • Beachten Sie, dass der natürliche Fruchtzucker im Acerola-Pulver empfindlich auf Sauerstoff reagiert. Das Pulver kann Wasser aus der Luft anziehen und verklumpen. Lagern Sie es kühl, trocken und fest verschlossen. Falls das Pulver verklumpt, vermahlen Sie es mit Hilfe eines Mixers.
  • Acerola gibt es als Direktsaft, Saftkonzentrat oder Fruchtnektar und kann zu beliebigen Fruchtsäften zugegeben werden. Beliebte Kombinationen sind mit Traube, Apfel, Maracuja, Mango, Pfirsich, Kirsche und Orange. Auch als purer Saft kann Acerola gerne genossen werden. In dieser Form lässt sie sich leicht dosieren.
  • Sie können leckere Frucht-Brotaufstriche aus Acerola-Fruchtsaft kreieren, und zwar mit Karotten, Lauch und Avocado.
  • Acerolasaft schmeckt perfekt im pikanten Gemüseeintopf und in der beliebten Tomatensosse sowie im Curry, passt auch gut zu Reis- und Nudelgerichten. Den Süssspeisen wie Marmeladen, Gelees oder Speiseeis verleiht er ebenfalls einen besonderen, exotischen Geschmack.
  • Aceroladirektsaft ist sehr sauer. Sie können ihn etwas mit Wasser verdünnen oder anderen Getränken und Smoothies beimischen.
  • Eine gute Vitamin-C-Quelle sind Lutsch- und Kautabletten mit Acerola. Es sollte aber beachtet werden, dass die Säure von Acerola die Zahnsubstanz schädigen und die Zahnhälse empfindlich machen kann.
  • Kapseln mit Acerolapulver lösen sich erst im Magen und schonen daher die Zähne. Achten Sie beim Kauf darauf, dass möglichst keine Trennmittel wie Magnesiumstearat oder andere Zusatzstoffe enthalten sind.
  • Überschreiten Sie nicht die Dosis auf der Verpackung. Bei einer extrem hohen Dosierung können Nebenwirkungen wie Magenkrämpfe, Übelkeit, weicher Stuhl oder Durchfall auftreten.
  • Falls Sie unter Eisenverwertungsstörungen leiden oder zu Nierensteinen sowie Gicht neigen, sollten Sie mit Acerola (wie auch mit allen anderen Vitamin-C-haltigen Präparaten) vorsichtig sein.

Die Acerola-Frucht ist aufgrund ihres aussergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalts eine wertvolle Ergänzung für eine gesunde Ernährung und unterstützt das Immunsystem effektiv. Dank ihrer antioxidativen Eigenschaften trägt sie dazu bei, vorzeitige Alterungsprozesse zu verlangsamen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Aufgrund ihrer vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkung wird die Acerola zunehmend als natürliche Alternative zu synthetischen Nahrungsergänzungsmitteln geschätzt.